News, 12.09.2007

ANALYSE, OPTIMIERUNG ... ERNEUTER ERFOLG!

KAI HÖFER VERTEIDIGT

SEINEN WELTMEISTERTITEL

Am späten Abend des 30.08.2007 hob der libanesische
Schiedsrichter den Arm des 38-jährigen Kickboxers aus
Koblenz und die große Anspannung der letzten Wochen
wich verdienter Euphorie: Der überglückliche Kai Höfer
hatte seinen Weltmeistertitel im Leichtkontakt der
Herren ab 35 erfolgreich verteidigt!

Deutscher Meister 2007, Weltmeister 2007:
Die diesjährige Erfolgsbilanz des Schwergewichtes
verriet es nicht, doch der mit blutigen Spuren vom
Endkampf gezeichnete Abteilungsleiter für
Montage und Mechanik brachte es auf den Punkt:
„Es war deutlich schwerer den Titel zu verteidigen,
als ihn im vergangenen Jahr erstmals zu gewinnen.“

Das lag zum einen an den höheren Erwartungen des Umfeldes und an der Tatsache, dass die Weltmeisterschaft der WKA, des führenden Weltverbandes der Amateure, 2007 in Deutschland stattfand. So reisten Verwandte, Freunde und Kollegen aus dem Hause KOCH nach Karlsruhe, um ihren Favoriten schallend anzufeuern. „Das Fernsehen war ebenfalls vor Ort und das Publikum jubelte nach jedem gewonnenen Kampf lauter. Das war schon etwas ungewohnt, aber natürlich auch schön.“

Zum anderen war das Teilnehmerfeld deutlich stärker als 2006 in Spanien und die Auslosung der Vorrunden-Gegner ungünstig. Bereits in seinem zweiten Kampf traf Kai Höfer auf den Vizeweltmeister des letzten Jahres, und der Engländer hatte sich gegenüber dem Vorjahr klar verbessert.

Seine professionelle und disziplinierte Vorbereitung führte den Kickboxtrainer aus Koblenz dennoch auch in diesem Jahr zum Erfolg. „Meine erste WM 2005 in Kanada bin ich vielleicht etwas übermotiviert und blauäugig angegangen. Bei meinen Titelgewinnen hat mir diese Erfahrung aber geholfen. Ich habe meine Vorbereitung von Jahr zu Jahr verbessert, mein Training analysiert und optimiert. So war ich jetzt auf den Punkt genau topfit.“

Und nur so konnte der Kampfsportler seinen erfahrenen Finalgegner bezwingen. Der Liechtensteiner und zu diesem Zeitpunkt 7-fache WM-Medaillen-Gewinner stand in Karlsruhe in 3 Klassen im Finale und sorgte zum Ende der bis dahin ausgeglichenen ersten Runde für ein Ereignis mit Seltenheitswert: Der 38-jährige Weltmeister ging nach einem harten Schlag an die Kinnspitze erstmals in seiner Kampfsportkarriere zu Boden. Kai Höfer musste angezählt werden und wurde durch die nahe Pause gerettet, in der er sich voll erholen konnte. Danach mobilisierte er sämtliche Kraftreserven und sicherte sich mit überlegenen Techniken, vor allem präzise platzierten Tritten zum Kopf seines Kontrahenten und wirkungsvollen Fußfegern zum zweiten Mal in Folge verdient den Titel.

Trotzdem möchte der langjährige KOCH Mitarbeiter seine Kämpferkarriere mit diesem Sieg beenden: Im Januar erwarten seine Frau und er Nachwuchs, überdies wäre die kommende WM in Florida sehr zeit- und kostenintensiv. Aber? „Nach so einem Erfolg kribbelt es natürlich schon noch. Übernächstes Jahr noch einmal auf europäischem Boden eine letzte WM zu bestreiten wäre unheimlich reizvoll.“

Das KOCH Team gratuliert seinem Weltmeister im Schwergewicht – und wünscht sich den Rücktritt vom Rücktritt für die WM 2009!